Deutschland 2008

Heißer Osten

Potsdam und Berlin 25 - 27 Juli 2008
Wappen von Deutschland



Nach langer Durststrecke war ich mal wieder in Deutschland touristisch unterwegs, wenn auch nur für ein verlängertes Wochenende. Potsdam hieß das eigentliche Ziel und da ist Berlin natürlich nicht weit.
Der Fotograf freut sich natürlich über blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein. Bei Temperaturen von über 30°C, wie an diesem Wochenende, wird eine Besichtigungstour aber auch rasch anstrengend.



Berlin - Reichstag
Vieles, sehr vieles, hat sich in Berlin verändert, seit ich vor gut 15 Jahren das letzte mal dort verweilte. Es gibt einen neuen Hauptbahnhof, ein Bundeskanzleramt und der Reichstag hat eine schöne neue gläserne Kuppel bekommen. Leider war diese jedoch wegen Reinigungsarbeiten geschlossen und so blieb nur der enttäuschte Blick von außen.
 
Berlin - Brandenburger Tor
Auch das Brandenburger Tor steht nicht mehr so einsam und verlassen da, wie einst zu DDR Zeiten. Eine Geschmacksfrage bleibt, ob die neue Gestaltung des Pariser Platzes gefällt oder nicht. Der Klamauk mit den falschen Soldaten in Uniformen der Besatzungsmächte, die in friedlicher Eintracht mit den zahllosen Touristen vor dem Tor posieren, begeistert dieselben.
Berlin - Holocaust Mahnmal
Unbeeindruckt wird das Denkmal für die ermordern Juden in Europa wohl niemanden lassen, aber ob der Eindruck etwas mit der der Sache hat, steht auf einem anderen Blatt. Es wird wohl eher über das Mahnmal selbst diskutiert werden, als über die Shoah. Wie auch immer, es hält die Erinnerung wach und es wird über die Shoah gesprochen - wenn auch nur als Nebeneffekt.
Berlin - Sony Center
Ebenfalls nicht mehr wieder zu erkennen ist der Potsdamer Platz, das alte Herz von Berlin. Aus der größten Baustelle Europas ist ein neuer Stadtteil geworden, der sich noch zu beweisen hat. Sehen lassen kann er sich allemal. In den diversen Restaurants im Sony Center kann man zu noch akzeptablen Preisen essen und geboten wird dafür ein Querschnitt durch die deutsche Küche. Willkommene Erholungspause nach dem Marsch durch die Hitze. Über allem wölbt sich gut 15 Etagen höher die sehenswerte Kuppel mit ihren Sonnensegeln.
Potsdam - Holländisches Viertel
Spuren der einst weltoffenen preußischen Vergangenheit finden sich überall in Potsdam, so z.B. das Holländische Viertel. Harmonie in rotem Backstein mit vielen Gaststätten, Restaurants und kleinen Geschäften. Einst sollen holländische Handwerker angelockt werden, heute treffen sich hier Einheimische und Touristen gleichermaßen.
Potsdam - Schloss Sanssouci
Am Weltkulturerbe Sanssouci kommt man in Potsdam nicht vorbei. Auch wenn das eigentliche Schloss eher klein ist, der dazugehörige Park mit vielen weiteren sehenswerten Gebäuden ist umso größer. Für die ausgiebige Erkundung empfielt sich allerdings ein nicht so heißer Tag, da es an Restauration jeder Art im Park mangelt. Dennoch Pflichtprogramm.
Potsdam - Russische Kolonie
Die Russische Kolonie Alexandrowka ist Zeugnis der einstigen preußisch-russischen Freundschaft. Zwölf Holzhäuser umgeben von größzügigen Gärten, angelegt in 1827 für die letzten 12 Mitglieder einen russischen Soldatenchors, von denen jeder beim Einzug zu Haus und Hof auch noch eine Kuh geschenkt bekam. Internetseite der Kolonie
Potsdam - Alexander-Newski-Gedächtniskirche
Idyllisch auf dem Kapellenberg gelegen und hübsch restauriert liegt die russisch-orthodoxe Kirche im Norden der Kolonie. Naturlich gab es in der DDR für ein solches Symbol der deutsch russischen Freundschaft entsprechendes Geld. Da wir an einem Sonntag morgen dort waren, fand gerade ein Gottesdienst statt, daher haben wir aus Respekt auf die Besichtigung verzichtet.
Potsdam - Schloss Cecilienhof
Dieses hübsche aber ansonsten eher unscheinbare Schloss Cecilienhof im englischen Landhausstil, war Schauplatz der Potsdamer Konferenz, auf der die Siegermächte nach dem Zweiten Weltkrieg über die Aufteilung Deutschlands entschieden. Die Räume in denen die Konferenz stattfand können besichtigt werden und ein Audioführer gibt informative Einblicke.
Potsdam - Neuer Garten
Das Parkgelände des Neuen Gartens ist ein weiteres Element des Weltkulturerbes in Potsdam. Wenn auch kleiner als Sansoucci, ist die Anlage mit ihren Bauten dennoch sehenswert. Und an Tagen mit Affenhitze bietet ein Bad im Heiligen See den Potsdamern eine erfrischede Abkühlung. Natürlich wird vorzugsweise an den Stellen gebadet, an denen es verboten ist.




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