Presse




Pinguine dürfen bleiben wie sie sind

Bremerhaven (AP). Die Pinguine von Bremerhaven dürfen schwul bleiben: Nach Protesten von Homosexuellen hat der Zoo klargestellt, dass die sexuelle Selbstbestimmung der einander zugetanen Pinguinmännchen nicht beeinträchtigt wird. "Jeder kann hier nach seiner Fasson selig werden", sagte Direktorin Heike Kück gestern. Eine Zwangsbekehrung der drei männlichen Pinguinpärchen zum weiblichen Geschlecht sei weder intendiert noch möglich. Der Zoo hatte vier Weibchen aus Schweden importiert, um die Humboldtpinguine zur Zeugung von Nachwuchs zu animieren. In einer Protest-E-Mail hatte auch ein Österreicher von von Oberbürgermeister Jörg Schulz (SPD) gefordert, den Versuch an "rechtsunmündigen Schutzbefohlenen" zu unterbinden. Er sollte den Humboldtpinguinen "die organisierte zwangsweise Belästigung durch weibliche Verführungskünste" ersparen, zumal sich das Vorhaben nicht mit der von der SPD ermöglichten Lebenspartnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare vertrage. Die Zoodirektorin erklärte, Humboldtpinguine seien vom Aussterben bedroht. Darum habe man feststellen wollen ob drei männliche Pärchen im Zoo für eine Vereinigung mit den Weibchen zu interessieren seien. Bislang zeigten die Männchen aber keinerlei Neigungen dazu. (BNN, 12.02.2005)
 
  
Pinguine im Zoo von Bremerhaven
Die Humboldpinguine Vielpunkt (vorne) und Z leben als homosexuelles Paar im Zoo in Bremerhaven. Die Rasse ist vom Aussterben bedroht.


Diebe hatten es nur auf Legosteine abgesehen

Offenbach (dpa). Bei einem Einbrauch in eine Kindertagesstätte in Offenbach waren die Diebe auf ungewöhnliche Beute aus: Sie stahlen mehrere Kilo Legobausteine und -zubehör im Wert von mehr als 1000 Euro, berichtete die Polizei.
Wertgegenstände ließen sie liegen. Dafür plünderten sie die Legobehälter restlos. "Sogar ein einzelner Baustein, der notdürftig den abgebrochenen Fuß einer Tischuhr erzetzt hatte, wurde von den Dieben mitgenommen", hieß es im Polizeibericht. Von den Tätern und der Beute fehlte jede Spur. (BNN, 29.01.2003)

(BNN, 30.10.2001)



106-Jährige will nicht in die erste Klasse

Oslo (dpa). Ingeborg Thuen, 106 Jahre alte Norwegerin, hat freundlich, aber bestimmt eine Aufforderung ihrer Heimatgemeinde Os zum Besuch der ersten Schulklasse ab 6. Februar abgelehnt. Wie die Lokalzeitung berichtete, hatt die am 22. Mai 1897 Geborene aus dem Gemeindecomputer wie alle im Jahr "97" geborenen Kinder per Post einen Bescheid über den Beginn der Schulpflicht beommen.
"Ich kann ja schon lesen, deshalb sollte ich doch wenigstens ein paar Klassen überspringen können", erklärte die rüstige Skandinavierin ihre fehlende Neigung gegen einen völligen Neustart. Mit Gleichaltrigen hatte sie sich 1903 zum letzten Mal auf eine Schulbank gesetzt. Nicht zuletzt der lange Schulweg ist ihr in Erinnerung: "Eine Stunde Fußmarsch hin und eine Stunde zurück."
(BNN, 01.02.2003)

Forscher lernen von Quitsche-Entchen

London (dpa). Nach mehr als einem Jahrrzehnt auf hoher See kommt für einige tausen Gummi-Enten Land in Sicht. Wie der Ozeanograph Curtis Ebbesmeyer dem "Sunday Telegraph" sagte, werden die stark ausgebleichten Tierchen nach seinen Berechnungen in den nächsten Tagen an die nördliche US-Ostküste gespült. Die Quitsche-Entchen waren 1992 von einem Containerschiff ins Meer gefallen.
Dank Ihrer Reise durch drei Ozeane haben Forscher wichtige Erkenntnisse über die Meeresströmungen gewonnen. Zunächst ging es in den hohen Norden, wo die Enten für mehrere Jahre im Eis der Behringstraße eingeschlossen waren. Im Jahr 2000 wurden sie dann vor Island gesichtet, ein Jahr später im Nordatlantik. Einen teil zog es nach Europa, andere tauchten sogar am Strand von Hawaii auf. (BNN, 14.07.2003)



Drum prüfe, wer sich bindet ...

Humbold Pinguine (links) leben monogam. Die Vögel testen aber vermutlich, ob der Partner auch der richtige ist: Die Kölner Biologin Doris Linzmeier fand Hinweise, dass sie Probebeziehungen eingehen, in denen sie wenig Zeit füreinander aufbringen. Trennungen sind jetzt noch üblich - anders als bei etablierten Vogelehen. Besonders intensiv kümmern sich dann solche Partner umeinander, die noch kinderlos sind. Die Biologin vermutet, dass die Männchen in diesem Fall ein Fremdgehen des Weibchens verhindern wollen. Wenn eine Scheindung schon nicht in Frage kommt, möchte man zumindest nicht den Nachwuchs eines Rivalen aufziehen. (National Geographic, Januar 2002)
Pinguine
Foto: Marina und Charles Munn / Wildlife



Kokusnüsse offenbar gefährlicher als Haie

London (dpa). Kokusnüsse sind im Urlaub ein größeres Risiko für Gesundheit und Leben als Haie. Darauf machte gestern in London die Reiseversicherung "Club Direct" aufmerksam. Demnach wurden im Jahr 2000 insgesamt 79 Menschen von Haien angegriffen; zehn von ihnen starben. Durch Kokusnüsse würden aber jedes Jahr etwa 150 Menschen erschlagen.
"Die Leute mögen sich darüber Sorgen machen, dass sie im Urlaub von Haien gebissen werden könnten", sagte der "Club-Direct"-Direktor Brent Escott. "Aber die Statistik belegt, dass sie besser beraten wären, sich nicht unter eine Kokospalme zu setzen." (BNN, 05.03.2002)

Sonniges Wetter half beim Gangsterfang

Hamburg (AP). Das für die Jahreszeit viel zu warme Wetter hat der Hamburger Polizei zu einem Fang verholfen. In der Nacht fiel einer Zivilstreife auf St. Pauli ein Mann auf, der für das Wetter viel zu warm gekleidet war: Der 22-Jährige hatte beim Verlassen eines Lokals zwei Jacken an und trug zusätzlich eine schwarze Damenlederjacke über dem rechten Arm.
Die Polizisten verfolgten den Tatverdächtigen, der es auffallend eilig hatte. Nach der vorläufigen Festnahme fanden die Fahnder einen gestohlenen Fotoapparat sowie ein gestohlenes Portemonnaie. Die Jacken waren ebenfalls geklaut.
(BNN, 05.02.2002)




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